rotroterothaarige

Katrin und Thomas sind ein Paar. Als Katrin nach einer Reise nach Hause kommt, wird sie von Thomas am Flughafen abgeholt. Etwas scheint sich verändert zu haben. Etwas was er spürt, sie nicht zu benennen vermag. In den normalen Ablauf schleicht sich eine Ahnung, die aber abgetan wird. Die Normalität droht in eine Eskalation zu münden.

Es gibt eine Motivation, etwas, dass den Status-Quo aufzulößen droht. Das Problem existiert. Aber während die Figur eine (Auf)Lösung produziert, hat sie das Problem tief in sich verborgen. „rotroterothaarige“ versucht einen filmischen Gegenpol in der Konstruktion des Verhältnis zwischen Figuren und Ablauf.

Die Kamera versucht also einer Innerlichkeit zu folgen: der Schnitt springt in die verschiedenen Ebenen von Zeit; die Farben passen sich den Stimmungen an; in den ersten Andeutungen der Eskalation biegt sich das Bildformat – aber der Mensch ist fähig sich selbst mit seinen Handlungen zu überraschen.
Ebenso überrascht bricht „rotroterothaarige“ mit den herkömmlichen Darstellungsformen von Verlauf und Figurenmotivation und versucht damit eine neue Perspektive auf das Unvermögen der Kommunikation zu werfen. Der Versuch nicht alles explizit begreifen zu müssen – oder zu können – schlägt sich in den Bildern nieder.

„rotroterothaarige“ ca. 7 min.
mit Sarah Hotle & Lion-Russell Baumann
Idee, Buch & Regie: Tibor Baumann
Kamera & Licht: Markus Reichel
Klappe & Schriftführung: Thorsten Singer
Ton & Musik: Tobias Kaiser
SFX Maske: Claus Grüßner
Ausstattung: Stephan Haimerl
Postpro & Schnitt: Tibor Baumann
eine Özdil/Baumann Produktion
alle Rechte bei Tibor Baumann © 2012

Comments are closed.

  • New(s)

  • all news